Anemone sylvestris / Großes Windröschen

Anemone_sylvestris_gro%c3%9fes_windr%c3%b6schen_07.05.2018_2 Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Anemone sylvestris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Anemone sylvestris (Großes Windröschen): Das Große Windröschen (Anemone sylvestris) ist in Mitteleuropa v.a. in der collinen bis submontanen Stufe verbreitet, nach Osten zunehmend auch im Tiefland . Das weite Verbreitungsgebiet reicht von Frankreich und Mitteleuropa über den Balkan, Kleinasien bis zum Kaukasus (Karte der europäischen Verbreitung). Von Osteuropa dringt die Art über das südliche Sibirien bis zur Mongolei und das nördliche China vor (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland fehlt sie im Tiefland weitgehend, nur im Osten Brandenburgs finden sich Vorpostenvorkommen der osteuropäischen Tieflandpopulationen. Die Vorkommen beschränken sich ansonsten auf die Mittelgebirgsregionen. Im Alpenvorland fehlt sie allerdings ebenfalls.



Anemone sylvestris mit Blauroter Steinsame auf einer ambitionierten Verkehrsinsel.

Das Große Windröschen ist eine Charakterart der Blut-Storchschnabel-Säume und kommt zudem stetig in Wintergrün-Kiefernwäldern mit saurer Rohumusauflage über kalkhaltigen Sanden sowie in basenreichen, montanen Kiefernwäldern vor. Ausgehend von sonnigen Gehölzrändern dringt die Art auch in angrenzende Magerrasen vor.

Die ausgesprochen wärmeliebende Anemone sylvestris besiedelt trockene, eher basenreiche und stickstoffarme, tiefgründige Böden in sonnigen bis licht-halbschattigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992) ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (7)  Feuchte (3)  Reaktion (7)  Stickstoff (3)



Diese Kombination von Anemone sylvestris mit Efeu auf einem halbschattigen Standort ist nur im Jahr nach der Pflanzung zauberhaft. Die Anemone wird hier rasch vom Efeu ausgedunkelt.

Beschreibung

Anemone sylvestris ist eine sommergrüne Staude, die durch weitstreichende Ausläufer rasch größere, locker-rasige Bestände bildet.

Sie erreicht in Blüte Wuchshöhen von 30 bis 40 cm. Die weißen Blüten sind ungewöhnlich groß und erscheinen ausdauernd von Ende April bis Mitte Juni.

Auch die wollig-weißen Samenstände sind zierend.



Die Samenstände verlängern die Blütephase um einige Wochen - erreichen aber selbstredend nicht die gleiche Zierwirkung wie die Blüten.

Verwendungshinweise

Anemone sylvestris ist eine vorzügliche Art für naturnahe, mäßig trockene oder sommertrockene Gehölzränder, Staudensäume, Halbtrockenrasen und Heiden basenreicher Standorte. 

Die Art breitet sich an zusagenden Standorten als Wurzelkriecher willig aus, wird aufgrund der lockeren Wuchsform jedoch nie lästig. Anemone sylvestris ist bei ausreichenden Lichtverhältnissen in der Lage, auch den Stammbereich von Altbäumen zu besiedeln.

Auf lichten bis sonnig-trockenen, ärmeren, basenreichen Substraten ist die Art sehr pflegeleicht und lässt sich kaum durch Konkurrenten verdrängen.



Selbst auf dem Stammfuß alter Bäume kann das Große Windröschen ansehnlich zur Blüte gelangen.

Sorten:
  • Flore Pleno Elise Fellmann: gefülllte, grünlich-weiß knospende, rein-weiß aufblühende Sorte, historische, artifizielle Sorte für Rabatten und Bauerngärten

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
weiß
April
Mai
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Trockenrasen Alpine Felsfluren Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Laubwälder
Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Ländlicher Garten
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