Hepatica nobilis // Leberblümchen

Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 50.00
Wikipedia Hepatica nobilis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Hepatica nobilis:

Das Leberblümchen ist praktisch in ganz Europa in frischen, basenreichen Laubmischwäldern verbreitet .

In Deutschland kommt Hepatica nobilis mit einigen regionalen Verbreitungslücken vom Tiefland bis in allpine Höhen vor.

Die wärmeliebende Art ist eine Kennart der Edellaubwälder mit Schwerpunktvorkomen in orchideenreichen Kalk-Buchen-Wäldern sowie in montanen Schneeheide-Kiefern-Wäldern.

Hepatica nobilis kommt vorrangig auf humosen, mäßig nahrhaften Lehmböden in licht schattigen bis sommer-schattigen Lagen vor.

Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch. Im Sommer kann mitunter Trockenstress auftreten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (4)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (5)

Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) ist der schönste heimische Frühlingsbote und auch unter den Exoten reichen nur wenige an sie heran.

Das Leberblümchen ist vielleicht der schönste heimische Frühlingsbote und auch unter den Exoten reichen nur wenige an sie heran.

Beschreibung: Hepatica nobilis bildet wintergrüne, bis 10 cm hohe Horste. Die Wildform ist zierlicher als die handelsübliche Kulturform.

Die ledrigen Blätter sind sehr auffällig geformt. Wann die Blätter austreiben und wieder einziehen ist nicht gänzlich berechenbar. Man muss sich jedenfalls keine Sorgen machen, wenn das Leberblümchen im Spätsommer verschwunden scheint und den halben Winter nicht wieder auftaucht.

Die hellblauen Blüten stoßen von Mitte März bis Anfang Mai aus der Laubstreu. Spätestens mit dem Blütenansatz vergehen die Blätter des Vorjahres. Je nach Witterungsverlauf erscheint das Leberblümchen dann blattlos und die Blüten kommen besonders stark zur Geltung.

Es gibt eine ganze Reihe von Auslesen mit weißen, rosa oder violetten und sogar gefüllten Blüten. Die meisten von ihnen sind zumindest in Deutschland nur im Spezialhandel zu beziehen.

Mit Hepatica transsylvanica wird die sterile Hybride "Hepatica x media" gebildet, die ebenfalls selten gehandelt wird. Noch seltener ist die Hybride "Hepatica x schlycheri", die Hepatica nobilis mit Hepatica maxima eingeht.

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Leberblümchen am Naturstandort mit Buschwindröschen

Verwendungshinweise: Das Leberblümchen ist eine sehr gute Wahl für halbschattige bis schattige Standorte unter alten Bäumen, Groß-Sträuchern oder im Schatten von Mauern. Die Art ist gut schattenverträglich und kommt in der Regel auch unter immergrünen Koniferen zur Blüte.

Sie kommt v.a. in größeren Beständen zur Geltung und kann dann auch in parkartigen Anlagen verwendet werden. Sinnvoll sind insbesondere Standorte in der Nähe von Wegen und Plätzen, wo der Betrachter nah herangeführt werden kann.

Schöne Farbaspekte ergeben sich mit den grünlich-gelben Blüten der Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus), die auch an Naturstandorten gelegentlich zu beobachten sind.



Die ungewöhnlichen Blätter sind beinahe ganzjährig ein wichtiger Zieraspekt. Diese Kombination mit dem Sauer-Klee ist hübsch, wird man in der Natur aber kaum antreffen.

Kultur: Durch die Schattenverträglichkeit ist die Art in schattigen Lagen mit zarten Waldgräsern und Wald-Frühlingsgeophyten mit vertretebaren Aufwand zu kultivieren. Kräftigen, wintergrünen Waldgräsern und wuchernden Farnen hält das Leberlümchen hier aber in der Regel nicht lange stand.

An zusagenden Standorten verwildert das Leberblümchen und kann größere Bestände bilden. Alte Exemplare können zur Vermehrung auch geteilt werden, auch wenn die Art es unbedingt bevorzugt, jahrelang nicht gestört zu werden.

Für die effektive Vermehrung ist Saatgut das Mittel der Wahl. Man wird sogar regelmäßig Selbstversamung beobachten können.

Nach der Pflanzung kann es das eine oder andere Jahr dauern, bis ein Leberblümchen-Bestand zuverlässig und üppig blüht.



'Alba' zusammen mit Scilla litardierei

Sorten:
  • Alba: weiße Blüten
  • Rosea: rosa Blüten
  • Sanssouci: weiße Blüten, wüchsig
  • Bilder















    Naturstandort









    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    weiß
    rosa
    hell-blau
    März
    dunkel-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    sommertrocken
    halbschattig
    sommerlich schattig
    ganzjährig schattig
    absonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    starker Wurzeldruck
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Nordeuropa
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Hügelland (collin)
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Amerika
    Nordamerika
    sehr gut
    Mittel
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Laubwälder
    Buchenwälder
    Flattergrasbuchenwälder
    Mull-Buchenwälder
    Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
    Montane Buchenwälder
    Eichenwälder
    Nadelwälder
    Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hauptsortiment
    winter-/immergrün
    Gehölz/Wald