Hepatica nobilis / Leberblümchen

Hepatica_nobilis_leberbl%c3%bcmchen_12 Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Hepatica nobilis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Hepatica nobilis (Leberblümchen): Hepatica nobilis ist praktisch in ganz Europa in frischen, basenreichen Laubmischwäldern verbreitet (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland kommt das Leberblümchen mit einigen regionalen Verbreitungslücken vom Tiefland bis in allpine Höhen vor.

Die wärmeliebende Art ist eine Kennart der Edellaubwälder mit Schwerpunktvorkomen in orchideenreichen Kalk-Buchenwäldern sowie in montanen Schneeheide-Kiefernwäldern.

Hepatica nobilis kommt vorrangig auf humosen, mäßig nahrhaften Lehmböden in licht schattigen bis sommer-schattigen Lagen vor.

Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch. Im Sommer kann mitunter Trockenstress auftreten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (4)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (5)

Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) ist der schönste heimische Frühlingsbote und auch unter den Exoten reichen nur wenige an sie heran.

Das Leberblümchen ist vielleicht der schönste heimische Frühlingsbote und auch unter den Exoten reichen nur wenige an sie heran.

Beschreibung

Hepatica nobilis bildet wintergrüne, bis 10 cm hohe Horste. Die ledrigen Blätter sind sehr auffällig geformt. Wann die Blätter austreiben und wieder einziehen ist nicht gänzlich berechenbar. Man muss sich jedenfalls keine Sorgen machen, wenn das Leberblümchen im Spätsommer verschwunden scheint und den halben Winter nicht wieder auftaucht.

Die hellblauen Blüten stoßen von Mitte März bis Anfang Mai aus der Laubstreu. Spätestens mit dem Blütenansatz vergehen die Blätter des Vorjahres. Je nach Witterungsverlauf erscheint das Leberblümchen dann blattlos und die Blüten kommen besonders stark zur Geltung.

Es gibt eine ganze Reihe von Auslesen mit weißen, rosa oder violetten und sogar gefüllten Blüten. Die meisten von ihnen sind zumindest in Deutschland nur im Spezialhandel zu beziehen.

Mit Hepatica transsylvanica wird die sterile Hybride "Hepatica x media" gebildet, die ebenfalls selten gehandelt wird. Noch seltener ist die Hybride "Hepatica x schlycheri", die Hepatica nobilis mit Hepatica maxima eingeht.

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Leberblümchen am Naturstandort mit Buschwindröschen

Verwendungshinweise

Das Leberblümchen ist eine sehr gute Wahl für halbschattige bis schattige Standorte unter alten Bäumen, Groß-Sträuchern oder im Schatten von Mauern. Die Art ist gut schattenverträglich und kommt in der Regel auch unter immergrünen Koniferen zur Blüte.

Sie kommt v.a. in größeren Beständen zur Geltung und kann dann auch in parkartigen Anlagen verwendet werden. Sinnvoll sind insbesondere Standorte in der Nähe von Wegen und Plätzen, wo der Betrachter nah herangeführt werden kann.

Schöne Farbaspekte ergeben sich mit den grünlich-gelben Blüten der Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus), die auch an Naturstandorten gelegentlich zu beobachten sind.



Die ungewöhnlichen Blätter sind beinahe ganzjährig ein wichtiger Zieraspekt. Diese Kombination mit dem Sauer-Klee ist hübsch, wird man in der Natur aber kaum antreffen.

Kultur

Durch die Schattenverträglichkeit ist die Art in schattigen Lagen mit zarten Waldgräsern und Wald-Frühlingsgeophyten mit vertretebaren Aufwand zu kultivieren. Kräftigen, wintergrünen Waldgräsern und wuchernden Farnen hält das Leberlümchen hier aber in der Regel nicht lange stand.

An zusagenden Standorten verwildert das Leberblümchen und kann größere Bestände bilden. Alte Exemplare können zur Vermehrung auch geteilt werden, auch wenn die Art es bevorzugt, jahrelang nicht gestört zu werden.



'Alba' zusammen mit Scilla litardierei

Sorten:
  • Alba: weiße Blüten
  • Rosea: rosa Blüten
  • Sanssouci: weiße Blüten, wüchsig

Bilder





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Hepatica_nobilis
Naturstandort


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
weiß
rosa
hell-blau
März
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Amerika
Nordamerika
sehr gut
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald