Anemone nemorosa // Buschwindröschen

Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Anemone nemorosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Anemone nemorosa

Das Buschwindröschen ist in ganz Deutschland, Mittel- und Osteuropa bis zum Kaukasus in frischen bis feuchten Laubwäldern, in Gebüschen und Wiesen verbreitet.

In Mitteleuropa ist Anemone nemorosa eine Kennart der Edel-Laubwälder und kommt hauptsächlich in grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchen-Wäldern sowie Mull-Buchen-Wäldern vor.



In Auwäldern und wie hier in Erlen-Bruchwäldern sind die Standorte im Frühling meist noch nass.

Die Art ist zudem stetig in mageren Frischwiesen der Mittelgebirge, in Schlehen-Gebüschen und in Hartholz-Auwäldern anzutreffen.

Bezüglich der Standortansprüche sie ausgesprochen flexibel und meidet im Grunde nur die jeweiligen Ausprägungsextreme.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (-)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)



Aspektbildender Bestand des Buschwindröschens im Buchenwald


Beschreibung
Anemone nemorosa ist ein vorsommergrüner Rhizom-Geophyt, der durch Selbstaussaat und v.a. das kriechende, verzweigte Rhizom meist in größeren, breit-horstigen bis flächigen Beständen auftritt. Das Buschwindröschen erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 cm.

Die rein-weißen Blüten mit den gelben Staubgefäßen erscheinen ab Ende März bis Anfang Mai zusammen mit dem Laubaustrieb.

Mit der gelb blühenden Anemone ranunculoides bildet die Art auch am Naturstandort die zwischen den Elternarten vermittelnde Hybride Anemone nemorosa x ranuncoloides (Leipziger Buschwindröschen).

Die gefüllt blühende 'Alba Plena':



Verwendungshinweise
Das Buschwindröschen ist eine schöne Option in größeren Beständen zur Unterpflanzung naturnaher, sommergrüner Baumbestände und Gehölze in parkartigen Anlagen. Die Blüttenteppiche im Frühling gehören zu den prägenden Blütenphasen mitteleuropäischer Wälder.

Die Art kann auch als Frühlingsaspekt in mageren bis mäßig nahrhaften Mähwiesen eingesetzt werden. Der Blühaspekt ist selbst in Kombination mit Hochgräsern gut wahrnehmbar, da die Gräser im April noch kein nennenswertes Höhenwachstum erreicht haben.

Die Sorten mit bläulichen Blüten sind ungewöhnliche, durchaus charmante Variationen. Sie sind aber weniger vital als die Wildformen und tun sich mit dem Aufbau dichter Bestände schwerer.



Farbige Sorten wie 'Robinsoniana' ziehen besondere Aufmerksamkeit auf sich. Hier blüht sie zusammen mit Erythronium 'Pagoda' . />

Kultur
Die Art entzieht sich der Konkurrenz durch wuchskräftigere Konkurrenzstauden und sommerlicher Trockenheit und ist dadurch recht pflegeextensiv.

Ideale Kultur-Bedingungen findet die Art in lockeren Mullauflagen über lehmigen Böden. In verdichtetem oder schweren Mineralböden ohne wenigstens einige Zentimeter Humusauflage tun sich die Rhizome mit der Entwicklung schwerer.

Ungünstig ist dagegen eine Kombination mit wintergrünen Waldgräsern und wuchernden Frühlingsgeophyten wie z.B. Allium ursinum.

An zusagenden Standorten verwildert Anemone nemorosa.



Buschwindröschenm in einer sonnigen Frischwiese zusammen mit Scilla bifolia und Corydalis solida

Sorten:
  • Alba Plena: gefüllt weiß
  • Blue Eyes: halb-gefüllt, rein-weiß aufblühend, später dunkel-blau einfärbendes Auge
  • Blue Queen: blaue Blüte
  • Hilda: halb-gefüllt, rein-weiß
  • Robinsoniana: violett-blaue Blüte
  • Royal Blue: blass violett-blaue Blüte
  • Vestal: einfacher Kranz aus Kronblättern und zu Blütenblättern umgewandelte Staubgefäße im dadurch dicht gefüllten Zentrum, rein-weiß, seit etwa 1830 in Kultur, ausgezeichnet mit dem Award of Garden Merit, Unterscheidung zu 'Alba Plena' schwierig
  • Bilder















    Naturstandort



    Naturstandort



    Naturstandort



    Naturstandort



    Alba Plena



    Alba Plena



    Alba Plena



    Robinsoniana



    Robinsoniana



    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Zwiebel/Knolle
    Blütenstauden/-Kräuter
    bodendeckend
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    weiß
    violett
    hell-blau
    blau
    rosé-weiß
    April
    dunkel-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    unbedeutend
    frisch
    wechselfeucht
    sommertrocken
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    sommerlich schattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    organische Böden
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Nordeuropa
    Mitteleuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    mediterraner Schwerpunkt
    Hügelland (collin)
    Asien
    Zentral-Asien
    gut
    Gering
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Niedermoore
    Wiesen Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    Feuchtwiesen
    Frischwiesen
    Feuchtgebüsche
    Schlehen-Gebüsche
    Laubwälder
    Buchenwälder
    Moderbuchenwälder
    Flattergrasbuchenwälder
    Mull-Buchenwälder
    Montane Buchenwälder
    Eichenwälder
    Feuchtwälder
    Auwälder
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Wiese/Prärie
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    vorsommergrün
    Gehölz/Wald
    Wiesen
    Gehölzrand/Staudenfluren