Anaphalis margaritacea // Silber-Immortelle

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Anaphalis margaritacea

Die Silber-Immortelle ist mit Ausnahme der US-Südstaaten in ganz Nord-Amerika, dem östlichen Russland, weiten Teilen Chinas, in Korea, Japan und dem Norden Indiens weit verbreitet.

In weiten Teilen des gemäßigten Europa ist die Silber-Immortelle eingebürgert. In Deutschland tritt sie in den tieferen, wärmebegünstigten Lagen der Mittelgebirgsregionen als unbeständiger Neophyt auf. Sie ist hier v.a. auf lichten, gestörten Standorten innerhalb basenreicher Buchenwälder auf Schlagfluren oder entlang sonniger Waldwege anzutreffen.

Die Wildform mit dem grau-grünem Laub wird in der Gartenkultur praktisch nicht eingesetzt.

Die Silber-Immortelle besiedelt im natürlichen Verbreitungsgebiet vorwiegend lichte Kiefern- und Birkenwälder, (voll-)sonnige Berghänge, feinerdereiche Kiesbänke der Gebirgsflüsse und Ruderalfluren. 

Die Art wächst auf mehr oder weniger basenreichen, mäßig nahrhaften bis nahrhaften und mäßig trockenen bis frischen Böden.

Anaphalis margaritacea bildet rasige Bestände, wenn sich ihr niemand in den Weg stellt. 'Neuschnee' mit silbrigem Laub ist verständlicherweise der Verwendungsstandard.

Beschreibung
Die Silber-Immortelle ist eine wüchsige, sommergrüne 50 bis 60 cm hohe Staude. Sie bildet durch Rhizomausläufer flächige, eher lockere Bestände. Das Laub ist silbrig-grün.

Die weiß-filzig behaarten Blüten erscheinen von Ende Juli bis Ende August. Die Samenstände sind den Winter hindurch strukturstabil und zierend.

Ähnlich ist Anaphalis triplinervis mit etwas breiteren Blättern und eher breit-horstigem Wuchs.

Die Silber-Immortelle wurde traditionell zu Husten-Tee verarbeitet und die aromatischen Blüten von den amerikanischen Ur-Einwohnern als Kaugummi verwendet.

In öffentlichen Grünanlagen kommt die Silber-Immortelle auch eine ganze Weile ohne Betreuung zurecht.

Verwendungshinweise
Anaphalis margaritacea ist eine nicht besonderes häufig verwendete, durchaus ansprechende Option für nicht zu trockene, steppenartige Anlagen, den Vordergrund von größeren Rabatten oder auch als Begleiterin in mediterranen Gärten.

Auch eine Verwendung in größeren Pflanzgefäßen in Kombination mit nicht zu hohen Ziergräsern ist eine nahezu ganzjährig reizvolle Option z.B. für Terrassengärten.

Hier wurde Silber-Immortellen u.a. mit Blumen-Dost in einen mäßig trockenen, mageren, nicht mehr gemähten Zierrasen gesetzt. Es entsteht ein erstaunlich naturalistisches Gesamtbild.

Kultur/Pflege von Anaphalis margaritacea

Die Art ist recht durchsetzungsfähig, robust und zuverlässig zu kultivieren. Ihr Ausbreitungsdrang bedrängt zwar niedrige und konkurrenzschwache Begleiter, macht aber bereits vor mittelhohen, mäßig kampfstarken Stauden halt.

Sie selbst möchte am liebsten gar nicht verschattet werden. Andernfalls leidet die Standfestigkeit deutlich. Eine Kombination mit mittelhohen, horstigen Stauden und Gräsern ist ideal. Wurzelintensive Konkurrenten wie Quecke machen der Art das Leben sehr schwer.

Auf nicht zu leichten Böden übersteht sie nach der Etablierung normale sommerliche Trockenphasen weitgehend klaglos. Fürs Überleben ist künstliche Bewässerung zur Überbrückung nicht zwingend erforderlich, sie ist aber für das hochsommerliche Erscheinungsbild hilfreich.

Die Winterhärte ist vollkommen ausreichend.

Sorten:
  • Neuschnee: ausgeprägt silbrig-grünes Laub, Handelsstandardsorte
  • var. yedoensis: grau-grünes Laub mit silbriger Umrandung, nur im Versandhandel
  • Bilder






    Neuschnee



    Wildform



    Wildform