Amorpha canescens

Amorpha_canescens_bleiwurz_11 Name Grauweiße Bleiwurz
Botanischer Name: Amorpha canescens
Familie Fabaceae, Schmetterlingsblütler
Pflanzen pro qm 3.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Amorpha canescens (Bleiwurz): Amorpha canescens ist im zentralen Nordamerika vom Golf von Mexiko bis weit nach Kanada hinein in submontanen Vegetationszonen verbreitet.

Die Bleiwurz ist regelmäßig in Hochland-Prärien und extensivem Weideland zu finden. Typische Standorte sind auch sandige, kiesige oder schottrige Hänge, Binnendünen und hochgelegene Kiesbänke in Flussauen. Sie ist hier meist individuenreich vertreten, bildet aber selten dominante Bestände.



Der Bleiwurz sollte man etwas Platz zur freien Entfaltung zugestehen.

Sie besiedelt vorrangig trockene bis frische, meist ärmere bis mäßig stickstoffreiche und alkalische bis schwach saure, durchlässige Rohböden. Wo sie auf (skelettreichem) Lehm vorkommt, sind die Standorte gut drainiert und nur im Frühling frisch, trocknen über den Sommer aber ab. 

Die Bleiwurz bevorzugt sonnige Lagen, gedeiht aber auch im lichten Halbschatten von Eichen- und Kiefern-Trockenwäldern.

Beschreibung

Amorpha canescens ist ein gut 100 cm hoher und bis zu 150 cm breiter Halbstrauch. Das Laub ist grau-grün mit leichtem Blaustich. Die violett-blauen Blüten im Juni/Juli stehen in zahlreichen, aufstrebenden Trauben.

Die Pflanze friert im Winter meist zurück und treibt von der Basis neu aus. Die Fruchtstände bleiben über den Winter zierend strukturstabil.

In Nordamerika wird die Art für die Zubereitung von Tee verwendet.

Verwendungshinweise

Die Bleiwurz wird seltener gärtnerisch verwendet, ist aber eine durchaus interessante Option für sonnig-warme Rabatten und naturhafte Steppenanlagen, in mediterrane Gärten und in Kübeln auf Terrassen und Dachgärten.

Die Meinungen bei der Beurteilung des Habitus gehen durchaus auseinander und das Spektrum reicht von unordentlich-struppig bis aufregend-dynamisch. Wir tendieren eher zu Letzterem, allerdings sind sonnig-warme, im Sommer etwas von Trockenstress bestimmte, stickstoffärmere Standorte dem Erscheinungsbild zuträglich.

Gute, stimmige Partner sind insbesondere kräftige Stauden aus den nordamerikanischen Hochgrasprärien. Allen voran seien das Goldbartgras (Sorghastrum nutans) oder niedrigere Auslesen der Rutenhirse (Panicum virgatum) genannt. Schöne Seidenpflanze (Asclepias speciosa), Kanadischer Buschklee (Desmodium canadense) oder Kalifornischer Bauernmohn (Romneya coulteri) helfen bei der Entwicklung ungewöhnlicher Pflanzflächen.

Bei Kübelkultur ist ein Durchfrieren des Wurzelballens unbedingt zu vermeiden. Bei frostfreier Überwinterung stirbt die Art oberirdisch nicht ab und wird im Frühjahr etwas zurückgeschnitten um einen kompakten Habitus zu erhalten.

Im Handel ist die Art im Direktbezug zuverlässig zu beziehen, gehört aber nicht zum Baumschulstandard.



Auf den zweiten Blick ist die mimosenartige Laubstruktur auch schon vor der Blüte ein interessanter Aspekt.

Kultur

Die Art bevorzugt durchlässige Substrate und ist in der Lage mit Hilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden.

Sommerliche Trockenphasen schaden der Art nicht, sie erhöhen die ohnhin schon gute Konkurrenzkraft.

In winterrauhen Lagen ist ein Schutz des Wurzelraumes gegen Dauerfrost empfehlenswert.

Weiterführende Quelle (Englisch)

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
60-100 cm Höhe
breit ausladend
violett
blau
Juni
Juli
Blattfärbung Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt
blau-grün
grau-grün
zierend/strukturstark
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren