Armeria maritima / Gewöhnliche Grasnelke

Armeria_maritima_ssp._elongata_grasnelke_2018 Familie Plumbaginaceae
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Armeria maritima
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Armeria maritima 

Die Strand-Grasnelke (Armeria maritima ssp. maritima) kommt entlang der Küsten des Nord-Atlantiks von der Iberischen Halbinsel bis Skandinavien und Grönland sowie im gesamten Ostseeraum vor (Karte der Gesamtverbreitung). Üblicherweise findet man sie im Umfeld der Weißdünen, aber auch in Ritzen befestigter Deiche und küstennahen, mageren Salzwiesen.



Die Strand-Grasnelke in der Nachbildung einer Weißdüne mit Zypressen-Wolfsmilch und Gewöhnlichem Strandhafer

Die Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima ssp. elongata) ist die für die Gartenkultur relevante Unterart. Sie hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Sand-Trockenrasen und kommt nahezu flächendeckend in ganz Europa vor (Karte der Gesamtverbreitung). In Deutschland konzentrieren sich die Vorkommen auf die Nord-Ostdeutsche Tiefebene, sie tritt aber vereinzelt auch in der Nordwest-Deutschen Tiefebene und den mitteldeutschen Wärmegebieten auf.

Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig, trocken bis mäßig trocken, mehr oder weniger neutral und sehr stickstoffarm.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (3)  Feuchte (3)  Reaktion (6)  Stickstoff (2)

Armeria maritima ssp. elongata am Naturstandort in einer Magerwiese:



Beschreibung

Die Gewöhnliche Grasnelke ist eine immergrüne Rosettenpflanze mit grasartigen, grünen Blättern.

Die rosa Blüten stehen in dichten, halbkugeligen Köpfchen. Die Blütezeit beginnt Anfang/Mitte Mai und erstreckt sich bis Ende Juni. Ein Rückschnitt nach der Blüte führt ziemlich zuverlässig zu einer unverzüglichen und ansehnlichen Nachblüte.

Die fast kugeligen Samenstände haben eine dezent zierende, recht dauerhafte Struktur. Eine zeitlang erzeugen die weiß-transparenten Häute der abgestorbenen Kelchblätter sogar interessante Effekte im Gegenlicht.



Armeria maritima ssp. elongata am Wegesrand mit Gewöhnlichem Hornklee

Verwendungshinweise

Armeria maritima wird regelmäßig in Auslesen mit meist pupur-rosa oder weißen Blüten in Vorgärten und Pflanzgefäßen verwendet. Die meisten Sorten wirken etwas artifiziell, sind aber für den Vordergrund klassischer Rabatten brauchbar.

Schöner kommt die botanische Art dagegen in naturhaften Trockenrasen zur Geltung, wo sie bei Rückschnitt im Juni zum Remontieren bis in den August neigt.

In natürlichen Sandtrockenrasen sieht man sie meist in Gesellschaft mit dem leider lästig versamungsfreudigen Schafschwingel (Festuca ovina), der kaum gehandelten, aber über Saatgut leicht zu etablierenden Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium), dem Sand-Thymian (Thymus serpyllum) und der wunderbaren Heide-Nelke (Dianthus deltoides). In Pionierstadien ist gerne noch das kurzlebige, schwierig dauerhaft zu haltene Silbergras (Corynephorus canescens) beigemischt.

Kultur

Die wärmeliebende Art ist in trockenen, armen, vollsonnigen Sand-Standorten in ein- bis zweischürigen Wiesen recht durchsetzungsfähig und pflegeleicht.  AUf nahrhafteren Standorten wird sie von den dann höherwüchsigen Begleitpflanzen rasch ausgedunkelt.

In Neuanlagen lässt sie sich auf lockeren Sandböden zuverlässig aus Saatgut etablieren und bildet schon im zweiten Jahr nach der Aussaat ansehnliche Bestände.

Sorten:
  • Alba: weiße Blüten, sonst wie der Typ
  • Düsseldorfer Stolz: intensiv rosa Blüte, bildet wüchsige, dichte Horste
  • Frühlingszauber: intensiv rosa Blüte, schwachwüchsig und teilweise schon Ende April blühend
  • Schöne von Fehlbach: rosa Blüten, dem Typ recht ähnlich
  • ssp. maritima: selten im Handel erhältliche Wildform (Saatgut) für Dünenstandorte, salzverträglich
  • ssp. elongata: selten im Handel erhältliche Wildform (Saatgut)
  • Vesuv: leuchtend rote Blüten

Bilder





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ssp. elongata


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ssp. elongata


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ssp. elongata


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ssp. maritima


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ssp. maritima


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Alba


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Düsseldorfer Stolz


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Frühlingszauber

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
Polsterpflanze
weiß
rot
rosa
rosé-weiß
pink
Juni
grün
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Trockenrasen Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Sandtrockenrasen
Strand-Dünen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Wacholdergebüsche
Sand-Kiefernwälder
Kiefern-Steppenwälder
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
zierende Winterstruktur
winter-/immergrün
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren