Armeria alpina

Armeria_alpina_alpen-grasnelke_11 Name Alpen-Grasnelke
Botanischer Name: Armeria alpina
Familie Plumbaginaceae, Bleiwurzgewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Armeria alpina

Beschreibung

Naturstandort von Armeria alpina kommt von den Pyrenäen über die französisch-italiensichen Seealpen des französischen Zentralmassivs bis in die südlichen Alpen vor. Im Süd-Osten der Schweiz finden sich die nördlichsten natürlichen Populationen.

Sie besiedelt vorrangig flachgründige, niedrige Seggenrasen basenarme Granit-, Gneis- und Glimmer-Rohböden auf südexponierten, sonnigen Steilhängen.



Armeria alpina ist eine sehr zierliche Grasnelke. Hier wird sie vom Acker-Schachtelhalm bedrängt und im Hintergrund schleicht sich Cymbalaria muralis an.

Die Schotter- und Felsböden sind reich an Rohhumus, aber extrem stickstoffarm und sehr durchlässig. In den Sommermonaten trocknen sie regelmäßig ab.

Ökologische Zeigerwerte nach TelaBotanica  ... zur Legende
Licht (9)  Temperatur (1)  Kontinentalität (4)  Feuchte (3)  Reaktion (3)  Stickstoff (1)

Beschreibung

Armeria alpina ist eine immergrüne, horstige Staude mit grasartigen Blättern und 10 bis 15 cm, in Blüte auch bis 30 cm Höhe. Die rosafarbenen Blüten stehen in dichten, halbkugeligen Köpfchen und erscheinen im Juni/Juli.

Die Alpen-Grasnelke steht in engem Verwandschaftsverhältnis mit der auch in Mitteleuropa weit verbreiteten Gewöhnlichen Grasnelke.

Verwendungshinweise

Armeria alpina kann ergänzend in sonnigen Alpinarien, Trögen und Trockenmauern in basen- und stickstoffarmen, durchlässigen Substraten verwendet werden. Sie ist gut winterhart.

Im Handel ist die Art nur mit Mühe zu beziehen. Da sie sich auf den ersten Blick kaum von der handelsüblichen, heimischen, etwas wüchsigeren Armeria maritima unterscheidet, lohnt sich der Aufwand v.a. für systematische Pflanzungen.

Hier wird man sich bei der Vergesellschaftung gerne am Naturstandort orientieren. Allerdings haben es aufgrund der für die Gartenkultur schwierigen Standortanforderungen - stickstoffarm und sauer sowie sonnig und trotzdem nicht warm - nur wenige Begleiter in die Sortimente geschafft. Zu den Ausnahmen gehört die Frühlings-Kuhschelle.

Kultur

Armeria alpina ist lichthungrig und wird im Flachland rasch von wüchsigeren Konkurrenten verdrängt. Ein Einsatz kommt daher nur auf stickstoffarmen, sonnig-trockenen Standorten in intensiv betreuten Anlagen in Frage.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
rosa
Juni
Juli
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
sehr arme Böden
arme Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
befriedigend
Hoch
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Silikat
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Alpinum