Amelanchier ovalis // Gewöhnliche Felsenbirne

Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Amelanchier ovalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Amelanchier ovalis

Die Gewöhnliche Felsenbirne ist in den Gebirgsregionen vom Nord-Westen Afrikas über die Iberische Halbinsel bis in die mitteldeutschen Mittelgebirge verbreitet. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet über Ost- und Süd-Ost-Europa bis Kleinasien und den Kaukasus.

In Deutschland beschränken sich die Vorkommen im Wesentlichen auf das Rheinische Schiefergebirge, Hainich und Thüringer Wald, Schwarzwald mit Schwäbischer Alb und den Alpenraum.

Die Standorte sind trocken bis mäßig trocken, stickstoffarm und sonnig. Natürlich Standorte sind häufig basenreich, die Art kommt aber auch auf sauren Substraten natürlich vor.

In Mitteleuropa steigt die Gewöhnliche Felsenbirne bis in die unteren alpinen Stufen auf. Sie ist eine Charakterart der Felsenbirnen-Gebüsche an trocken-warmen Steilhängen auf basenreichen Felsstandorten. Amelanchier ovalis kommt zudem in lichten Flaum-Eichen-Wäldern und Rändern von Eichen-Wäldern vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (4)  Feuchte (3)  Reaktion (-)  Stickstoff (3)



Der Feinschmecker weiß den Einsatz der Gewöhnlichen Felsenbirne anstelle der üblichen Kupfer-Felsenbirne zu würdigen.

Beschreibung
Amelanchier ovalis ist ein trägwüchsiger Strauch von bis zu 3 (4) m Höhe und Breite. Der Habitus ist rundlich und sehr locker-wüchsig.

Das Laub ist im Austrieb silbrig behaart, im Sommer rein-grün und verfärbt sich im Herbst über Gelb nach (Braun-)Orange und leuchtend Rot.

Die weißen Blüten erscheinen reich im April/Mai und duften etwas unangenehm. Die bläulich-schwarzen Früchte sind essbar und zu Marmeladen verarbeitbar.

Verwendungshinweise
Die Gewöhnliche Felsenbirne ist ein anmutiger Strauch, der deutlich seltener verwendet wird als die nordamerikanischen Schwesternarten Amelanchier laevis und v.a. Amelanchier lamarkii .

Durch die im Frühling und Sommer fehlenden Rottöne im Laub setzt sich Amelanchier ovalis optisch merklich vom etwas inflationär verwendeten Amelachier-Komplex ab und ist die subtilere, apartere Wahl für Stadtplätze, Straßenbegleitgrün, Parkanlagen und pflegeleichtes wie repräsentatives privates Grün.

Sie kann auch gut in größeren Kübeln gehältert werden und ist dann - insbesondere in kleinwüchsigen Auslesen- auch gut für Terrassen und Dachgärten geeignet.



Alle Farbstufen des Herbstlaubes entfalten einen angenehmen Reiz.

Kultur
Die Art ist robust, benötigt aufgrund des langsamen Wuchses aber längere Zeit Unterstützung gegen hohe Wildkräuter.

Sie kommt sehr gut mit sommerlichen Trockenphasen und stadtklimatischen Belastungssituationen zurecht.

Auf frischen, absonnigen oder gar schattigen Standorten neigen die Blätter zu Pilzerkrankungen und die Pflanze zu kümmerlichem Wuchs.

Sorten:
  • Helvetica: wie die Art aber mit bis 1 m Höhe deutlich kleiner bleibend, mit etwas Mühe zu beziehen
  • Bilder












    Attribute

    Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
    Strauch
    Klein-Strauch
    Normalstrauch
    weiß
    April
    Mai
    dunkel-grün
    zierende Herbstfärbung
    ungiftig
    essbar
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    eher unangenehm
    trocken
    mäßig trocken
    frisch
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    arme Böden
    mittlere Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren Gebüsche
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Asien
    Zentral-Asien
    Kleinasien
    Afrika
    Nordafrika
    gut
    Sehr gering
    strukturbildender Solitär
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    Kalk
    Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
    Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Laubwälder
    Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
    Eichenwälder
    Bodensauere Eichenmischwälder
    Felshang Flaumeichenwälder
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Klostergarten
    öffentliches Grün
    Straßenbegleitgrün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Alpinum
    Felssteppen
    Gehölzrand/Staudenfluren