Allium triquetrum // Dreikantiger Lauch, Glöckchen-Lauch
Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Allium triquetrum
Der Dreikantige Lauchkommt im westlichen Mittelmeerraum in Bergwäldern, absonnigen Waldmänteln und in frühlingsfrischen Gebüschen vor. Auf den Britischen Inseln ist die Art eingebürgert und wird mitunter sogar lästig. Auch in Neuseeland und Australien gibt es eingebürgerte Populationen und mittlerweile findet man die Art punktuell auf allen Kontinenten in wintermilden Regionen.
Allium triquetrum wächst an sickerfrischen, licht halbschattigen bis licht schattigen Standorten. Die mehr oder weniger nahrhaften Substrate sind alkalisch bis schwach sauer.
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Kräftiges Exemplar des Dreikantigen Lauchs auf nahrhaftem, konkurrenzarmen Standort
Beschreibung
Der Glöckchen-Lauch ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Er erreicht Wuchshöhen von etwa 30 cm, auf nahrhaften Böden auch bis 50 cm.
Er bildet ab Ende April wenigblütige Blütenstände aus weißen, grün-geaderten und nickenden Einzelblüten. Namensgebend ist der ausgeprägt dreikantige Blütenstengel.
Nach der Blüte vergilbt das Laub rasch und wird unansehnlich.
Verwendungshinweise
Allium triquetrum kann ganz gut in exotischen Waldbildern und unter Gehölzen oder im Schatten von Gebäudeteilen verwendet werden.
Er hat sicherlich keine überwältigende Blütenfülle zu bieten, dafür kann er aber mit einem eigenständigen Erscheinungsbild punkten. Außerdem wird er nur sporoadisch verwendet, so dass er dem versierten Gartenbesucher zu einem interessierten Blick verleiten wird.
Eine Kombination mit anderen Frühlingsgeophyten und v.a. sommergrünen Waldgräsern, Farnen und mittelhohen Waldstauden ist angeraten, um das vergilbende Laub zu kaschieren. Gut geeignet sind auch niedrige wintergrüne Waldgräser wie Luzula pilosa.
Man kann auch sehr gut auf spät austreibende Stauden wie Begonia grandis zurückgreifen.

Unter stärkerem Konkurrenzdruck - hier u.a. durch das Große Immergrün - bleibt die Erscheinung graziler.
Kultur/Pflege von Allium triquetrum
Die Art bevorzugt dauerhaft frische bis feuchte, allerdings nicht staufeuchte Substrate. In Kultur reagiert sie aber unempfindlich auf Sommertrockenheit, da sie sich dann bereits in der Ruhephase befindet.
V.a. in schattigeren Lagen benötigt die robuste Art kaum Unterstützung und kann sich gut behaupten. Ausladende und hohe, wintergrüne Waldgräser wie Carex morrowii oder gar Carex pendula sind nur geeignet, wenn sie mit einigem Abstand zueinander stehen und Entfaltungsraum überlassen.

Dieser halb verwilderte Bestand wächst am Fuß eines Schmucklilien-Hangs auf Madeira.