Allium triquetrum

Allium_triquetrum_dreikantiger_lauch_a Name Dreikantiger Lauch, Glöckchen-Lauch
Botanischer Name: Allium triquetrum
Familie Amaryllidaceae
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Allium triquetrum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Allium triquetrum (Dreikantiger Lauch): Allium triquetrum kommt im westlichen Mittelmeerraum in Bergwäldern vor. Auf den Britischen Inseln gibt es eingebürgerte Populationen.

Die Art wächst an sickerfrischen, licht halbschattigen bis licht schattigen Standorten. Die mehr oder weniger nahrhaften Substrate sind alkalisch bis schwach sauer.



Kräftiges Exemplar des Dreikantigen Lauchs auf nahrhaftem, konkurrenzarmen Standort

Beschreibung

Der Glöckchen-Lauch ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Er erreicht Wuchshöhen von etwa 30 cm, auf nahrhaften Böden auch bis 50 cm.

Er bildet ab Ende April wenigblütige Blütenstände aus weißen, grün-geaderten und nickenden Einzelblüten. Namensgebend ist der ausgeprägt dreikantige Blütenstengel.

Nach der Blüte vergilbt das Laub rasch und wird unansehnlich.

Verwendungshinweise

Allium triquetrum kann ganz gut in exotischen Waldbildern und unter Gehölzen oder im Schatten von Gebäudeteilen verwendet werden. Er hat sicherlich keine überwältigende Blütenfülle zu bieten, dafür kann er aber mit einem eigenständigen Erscheinungsbild punkten. Außerdem wird er nur sporoadisch verwendet, so dass er dem versierten Gartenbesucher zu einem interessierten Blick verleiten wird.

Eine Kombination mit anderen Frühlingsgeophyten und v.a. sommergrünen Waldgräsern und mittelhohen Waldstauden ist angeraten, um das vergilbende Laub zu kaschieren. Gut geeignet sind auch niedrige wintergrüne Waldgräser wie Luzula pilosa.

Man kann auch sehr gut auf spät austreibende Stauden wie Begonia grandis zurückgreifen.



Unter stärkerem Konkurrenzdruck - hier u.a. durch das Große Immergrün - bleibt die Erscheinung graziler.

Kultur

Die Art bevorzugt dauerhaft frische bis feuchte, allerdings nicht staufeuchte Substrate. In Kultur reagiert sie aber unempfindlich auf Sommertrockenheit, da sie sich dann bereits in der Ruhephase befindet.

V.a. in schattigeren Lagen benötigt die robuste Art kaum Unterstützung und kann sich gut behaupten. Ausladende und hohe, wintergrüne Waldgräser wie Carex morrowii oder gar Carex pendula sind nur geeignet, wenn sie mit einigem Abstand zueinander stehen und Entfaltungsraum überlassen.



Dieser halb verwilderte Bestand wächst am Fuß eines Schmucklilien-Hangs auf Madeira.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
grünlich-weiß
weiß
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
mediterraner Schwerpunkt
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
vorsommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren