Allium stipitatum // Zierlauch
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Familie |
Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
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| Pflanzen pro qm |
25.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Allium stipitatum
Dieser Zierlauch kommt in Zentralasien mit Schwerpunkt von Afganisthan bis Pakistan und dem Norden Irans vor. Auch im Osten der Türkei gibt es Vorkommen.
In Österreich und Ungarn tritt die Art v.a. in lichten, pannonischen Wäldern stellenweise neophytisch auf.
Allium stipitatum besiedelt gehölzfreie oder lückig verbuschte Berghänge, Steppen, Viehtriften und Wacholderheiden auf durchlässigen, mäßig nahrhaften Fels- und Schotterböden in (voll-)sonnigen Lagen.
In den Sommermonaten fallen im Verbreitungsgebeit extrem geringe Niederschläge und Trockenstress beherrscht den Sommer. In den höheren Gebirgslagen sind im Winter ernsthafte Frostphasen nicht ungewöhnlich.

Allium stipitatum am Rand einer naturhaften Steppenanlage auf reinem Kies-Sand.
Beschreibung
Allium stipitatum ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt.
Die bis zu 10 cm großen, meist etwas blass-violetten, kugelförmigen Blütenständen erscheinen ab Anfang Juni. Die Blütenstiele erreichen bis zu 120 cm Höhe.
Leider kippen die Samenstände an ihren langen Stielen rasch über und erzeugen einen unordentlichen Eindruck.
Das Laub wird mit einsetzen der Blüte unansehnlich.
Zusammen mit Allium (x) hollandicum bildet sie eine Hybride, die als Allium-Hybride 'Gladiator' bekannt ist.
Verwendungshinweise
Allium stipitatum ist zusammen mit dem sehr ähnlichen Allium jesdianum erste Wahl, wenn das zweifellos eindrucksvolle Gestaltungselement der hohen Zierlauche in steppenartige Anlagen oder Kiesgärten integriert werden soll.
Im Gegensatz zu den hohen Allium-Hybriden kommen beide nämlich auch in nur mäßig nahrhaften Kies- und Schottersubstraten recht sicher zur Blüte. Auf reichen Böden entwickeln die wenigsten Steppenarten einen natürlichen Wuchs. Am Naturstandort sieht man Allium stipitatum regelmäßig gemeisam mit Eremurus robustus blühen.
Auch das Laub von Allium stipitatum wird noch zur Blütezeit unansehnlich, so dass die Kombination mit niedrigen bis mittelhohen Ziergräsern oder spät austreibenden Stauden angeraten ist.
Grundsätzlich sind natürlich auch die klassischen Verwendungsformen der Hohen Zierlauche in rabattenartigen Anlagen gut möglich. Hier steht aber auch eine Fülle von guten Hybriden zur Verfügung, die mit den üblicherweise in Rabatten etwas schwereren, gehaltvolleren Böden tendenziell besser zurecht kommen.
'Mount Everest' wird im Handel meist als Hohe-Zierlauch-Hybride angeboten.
Kultur/Pflege von Allium stipitatum
Allium stipitatum ist ausreichend winterhart. Dabei ist Frost nicht der Hauptgegner im Winter, sondern zu hohe Bodenfeuchte. Erforderlich sind daher humusarme, gut drainierende Kies- und Schotterböden.
Für die Vitalität sind ausgesprochene sommerliche Warmlagen oder sogar Hitzestandorte förderlich.
Die Art ist nicht auf vollsonnige Standorte beschränkt, sondern kommt auch in halbschattigen Lagen noch erstaunlich gut zur Blüte.
Ohne regelmäßige Nachdüngung lässt die Blühwilligkeit rasch nach. Es empfiehlt sich eine jährliche Düngung mit einem handelsüblichen, ausgewogenen Volldünger. Günstig für die Anwendung ist der Frühwinter, sobald die Blätter an der Oberfläche sichtbar werden.
Die Art erzeugt keimfreudige Samen und auf freien Bodenstellen kann es auch mal zur Selbstversamung kommen. Die gezielte Vermehrung aus Saatgut folgt den Regeln für Kaltkeimer.
Allium stipidatum in weiß und rosa gemischt schwebt über einer mediterranen Pflanzung.
Sorten:
Mount Everest: weiße Blüten, bis 120 cm hoch, evtl. identisch mit 'Album, wird meist als Allium-Hybride gehandelt