Allium stipitatum // Zierlauch

Familie Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Pflanzen pro qm 12.00

Beschreibung

Naturstandort von Allium stipitatum: Dieser Zierlauch kommt in Zentralasien mit Schwerpunkt von Afganisthan bis Pakistan und dem Norden Irans vor. Auch im Osten der Türkei gibt es Vorkommen.

In Österreich und Ungarn tritt die Art in panonischen Steppen gelegentlich neophytisch auf.

Allium stipitatum besiedelt gehölzfreie oder lückig verbuschte Berghänge, Steppen, Viehtriften und Wachholderheiden auf durchlässigen, mäßig nahrhaften Fels- und Schotterböden in (voll-)sonnigen Lagen.

In den Sommermonaten fallen im Verbreitungsgebeit extrem geringe Niederschläge und Trockenstress beherrscht den Sommer. In den höheren Gebirgslagen sind im Winter ernsthafte Frostphasen nicht ungewöhnlich.

Allium stipitatum am Rand einer naturhaften Steppenanlage auf reinem Kies:



Beschreibung: Allium stipitatum ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt.

Die bis zu 10 cm großen, meist etwas blass-violetten, kugelförmigen Blütenständen erscheinen ab Anfang Juni. Die Blütenstiele erreichen bis zu 120 cm Höhe.

Das Laub wird mit einsetzen der Blüte unansehnlich.

Zusammen mit Allium hollandicum bildet sie eine Hybride, die als Allium 'Gladiator' bekannt ist.

Verwendungshinweise: Allium stipitatum ist zusmmen mit dem sehr ähnlichen Allium jesdianum erste Wahl, wenn das zweifellos eindrucksvolle Gestaltungselement der Hohen Zierlauch in steppenartige Anlagen oder Kiesgärten integriert werden soll.

Im Gegensatz zu den hohen Allium-Hybriden kommen beide nämlich auch in ärmeren Kies- und Schottersubstraten recht sicher zur Blüte. Auf reichen Böden entwickeln die wenigsten Steppenarten einen natürlichen Wuchs.

Auch das Laub von Allium stipitatum wird noch zur Blütezeit unansehnlich, so dass die Kombination mit niedrigen bis mittelhohen Ziergräsern oder spät austreibenden Stauden angeraten ist.

Grundsätzlich sind natürlich auch die klassischen Verwendungsformen der Hohen Zierlauche in rabattenartigen Anlagen gut möglich. Hier steht aber auch eine Fülle von guten Hybriden zur Verfügung, die mit den üblicherweise in Rabatten etwas schwereren, gehaltvolleren Böden tendenziell besser zurecht kommen.

Kultur: Allium stipitatum ist ausreichend winterhart. Dabei ist Frost nicht der Hauptgegner im Winter, sondern zu hohe Bodenfeuchte. Erforderlich sind daher humusarme, gut drainierende Kies- und Schotterböden.

Für die Vitalität sind ausgesprochene somerliche Warmlagen oder sogar Hitzestandorte förderlich.

Sollte im Laufe der Zeit die Blühwilligkeit nachlassen, empfiehlt sich eine leichte Düngung mit einem handelsüblichen, ausgewogenen Volldünger. Günstig für die Anwendung ist der Frühwinter, wenn die Blätter durch die Oberfläche dringen.

Sorten:
  • Album: weiße Blüten
  • Bilder






    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Zwiebel/Knolle
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    60-100 cm Höhe
    weiß
    violett
    Juni
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    essbar
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Kleinasien
    Vord. Orient
    gut
    Gering
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nebensortiment
    vorsommergrün
    Wiesen
    Felssteppen
    Steppen
    Gehölzrand/Staudenfluren