Allium cyathophorum // Becherlauch

Familie Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Pflanzen pro qm 60.00

Beschreibung

Naturstandort von Allium cyathophorum:


Allium cyathophorum kommt in Zentral-China und Tibet in zwei Unterarten oberhalb von 2.700 m in Berghängen und Bergwiesen vor.

Bevorzugt werden im Frühling frische oder auch sickerfeuchte, mäßig nahrhafte Schotter-Substrate. Im Sommer trocknen die gut drainierenden Standorte regelmäßig ab.

Die Art ist lichtbedürftig und kommt entsprechend in vollsonigen bis sonnigen Lagen vor.

Herrlicher Bestand des Becherlauchs (Allium cyathophorum var. cyathophorum) auf reinem Sandboden

Sehr gelungenes Ensemble mit der selten verwendeten Allium cyathophorum var. cyathophorum auf reinem Sand. Im Hintergrund - ebenfalls ungewöhnlich - Strandroggen.

Beschreibung

Allium cyathophorum ist ein vorsommergrüner Geophyt. Er erreicht 20 bis 30 cm Wuchshöhe. Die Zwiebeln sind unterentwickelt und kaum mehr als Knospen. Das üppige, verdickte Wurzelwerk dürfte im Wesentlichen die Speicherfunktionen während der winterlichen Ruhephase übernehmen.


Die purpurfarbenen bis gedeckt rosa-violetten Blütenstände erscheinen im Mai/Juni. Die Einzelblüten stehen glockig an bogig überhängenden Stielen.

Das Laub ist zur Blütezeit noch frisch-grün und zieht erst deutlich nach der Blüte ein. Sommerlicher Trockenstress beschleunigt den Vorgang.

Das Laub kann ähnlich wie Schnittlauch verwendet werden.


Verwendungshinweise

Allium cyathophorum kann gut Alpinarien und im Vordergrund felsiger, zumindest im Frühling frischer Steppenanlagen verwendet werden.

Er kommt nur in größeren Beständen oder wenigstens in der Nähre von Wegen und Plätzen zur Geltung. Das Laub bleibt unter nicht zu sommertrockenen Bedingungen bis zum Spätsommer ansehnlich. Dennoch sind Kombinationen mit lockeren Beständen niedriger Horstgräser sinnvoll.

Man kann den Becherlauch aber auch gut als Alernative oder Ergänzung zu bekannteren "Schnittlauchen" im Kräutergarten verwenden.

Im Versandhandel ist die Art sicher zu beziehen.

Kultur

Die niedrige Art benötigt viel Licht und bevorzugt frische Standorte. Zum Glück verlangt sie nicht auch noch nahrhafte Substrate, denn dann wäre sie kaum gegen Wildkräuter zu verteidigen. Auch so ist der Betreuungsaufwand hoch.

Sommerlicher Trockenstress wird gut toleriert.

Die Art samt sich auf konkurrenzarmen, zumindest über Winter bis Frühsomer frischen Mineralböden willig aus und lässt so recht zügig größere Bestände entstehen. 

Sorten:
  • var. cyathophorum: Einzelblüten ausgeprägt glockig ähnlich wie bei Traubenhyazinten. Kaum im Handel, optisch eigentlich ansprechender als var. farreri
  • var. farreri: Einzelblüten mit lang auslaufenden, spitzen Kronblättern, dadurch fransig wirkender Gesamtblütenstand (Handelsstandard)



Allium cyathophorum var. farreri

Bilder






var. farreri

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
rosa
pink
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Hoch
aspektbildender Flächenfüller
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
vorsommergrün
Alpinum