Ailanthus altissima / Götterbaum

Ailanthus_altissima_g%c3%b6tterbaum_11 Familie Simaroubaceae, Bittereschengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Ailanthus altissima
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort con Ailanthus altissima (Götterbaum): Ailanthus altissima stammt ursprünglich aus China, ist aber v.a. in urbanen Räumen des gemäßigten Eurasiens weit verbreitet, neophytisch eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland hat der Götterbaum in den Wärmeregionen stabile, stellenweise invasive Populationen aufgebaut.

Der wärmeliebende Pionierbaum bevorzugt stickstoffreiche, mäßig trockene bis frische und basenreiche Rohbodenstandorte.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (86)  Kontinentalität (2)  Feuchte (5)  Reaktion (7)  Stickstoff (8)



Der Götterbaum entwickelt rasch malerische Kronen. Die Blüten im Frühsommer sind relativ unauffällig.


Beschreibung

Der Götterbaum ist ein sehr schnellwüchsiger, sommergrüner Baum von bis zu 30 m Wuchshöhe und 20 bis 25 m Breite. Er ist kurzlebig und wird nur selten über 100 Jahre alt.

Die Blätter stehen in langen Fiedern. Insbesondere an jungen Exemplaren oder an Stockausschlägen können sie beeindruckende Längen von deutlich über 100 cm erreichen. Im Austrieb sind die Blattknopsen dunkel-rötlich, aber nicht auffallend zierend. Das Herbstlaub fällt mit fahl-gelber, eher unauffälliger Verfärbung.

Die Blüten im Juni/Juli sind gelblich-grün und entfalten Zierwert. Sie verströmen einen sehr intensiven, eigentümlichen Geruch, der oft als unangenehm empfunden wird. Auch das Laub und Holz riechen streng, wenn sie verletzt werden.

Die entfernt an Ahorn erinnernden Samenstände nehmen zur Fruchtreife im Herbst eine grünlich-rote Färbung an. Sie stehen in dichten Ständen und sind dezent zierend.



Der Fruchtstand verspricht nicht zuviel: die Versamung des Götterbaums kann beeindruckend effektiv sein.

Verwendungshinweise

Ailanthus altissima ist eigentlich ein malerischer Baum mit interessanter Laubstruktur, zurückhaltend-zierender Blüte und unspektakulärer, aber wahrnehmbarer Herbstfärbung.

Vor dem Hintergrund der invasiven Tendenzen ist eine gezielte gärtnerische Verwendung aber nur in Sonderfällen zu erwägen. Die Art ist außerdem kurzlebig, windbruchanfällig und mit dem Makel behaftet, mit gestörten Plätzen in Verbindung gebracht zu werden. Viel besser geeignet für die gezielte Verwendung ist daher der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum), der alle Vorteile des Götterbaums ohne dessen Nachteile bietet.

Experimentierfreudige können sich aber die palmenartigen Laubwedel mit ihrem exotischen Duktus zu Nutze machen. Jungpflanzen können jährlich oder alle ein bis drei Jahre auf den Stock gesetzt werden und treiben rasant wieder aus.



Würden die Wildlinge des Götterbaumes nicht v.a. an gestörten Orten auftauchen, man würde ihre tropisch anmutende Exotik deutlicher wahrnehmen.

Die Gartenanlage muss aber sehr gepflegt und über jeden Zweifel erhaben sein, dass der Götterbaum hier ungewollt sein Wesen treiben könnte. Dies gilt insbesondere in Regionen, in denen er die öffentlichen Grünanlagen und Stadtbrachen okkupiert.

Im ländlichen Raum sollte er nicht im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Auch in ländlichen Privatanlagen sollte darauf geachtet werden, dass keine Samen angesetzt werden, um die Invasion der Umgebung nicht zu befördern. Dies bedeutet, dass durch regelmäßigen Rückschnitt eine strauchartige Wuchsform erhalten bleiben muss.



Selbstversamtes Exemplar im Fruchtschmuck

Kultur

Ailanthus altissima ist extrem anspruchslos und widerstandsfähig gegen Hitze- und Trockenstress sowie stadtklimatische Belastungen aller Art.

Strauchartig gehaltene Exemplare können auch in licht-absonnigen Lagen verwendet werden. Die Blatt-Wedel werden hier besonders groß und können sehr exotisch wirken.

Der Götterbaum vermag mit massivem Sämlingsaufkommen in alle nicht zu feuchten Grünflächen einzudringen und v.a. an Wärmestandorten zur Plage zu werden. 

Bilder





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Frühlingsaspekt


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in Blüte


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Jungwuchs


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Blüte


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Samenstand

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Großbäume
gelblich-grün
Juni
grün
zierende Herbstfärbung
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
ausgeprägt
eher unangenehm
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
in Sonderfällen
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Insektenweide
Handelsgängigkeit Lebensbereich
Hauptsortiment
Gehölz/Wald