Agrimonia eupatoria / Gemeiner Odermennig

Agrimonia_eupatoria_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Agrimonia eupatoria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Agrimonia eupatoria (Gemeiner Odermenning): Agrimonia eupatoria kommt vom westlichen Nordafrika über ganz Europa vor. Über die Türkei reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Iran, Afghanistan und Turkmenistan (Karte der Gesamtverbreitung).

In Mitteleuropa ist der Gemeine Odermenning flächendeckend verbreitet und mehr oder weniger häufig. Nur im Nord-Westen Niedersachsens sind die Vorkommen schon immer spärlich gewesen und zudem mittlerweile auch noch stark rückläufig.

Der wärmeliebende Gemeine Odermenning bevorzugt basenreiche, schwach bis mäßig stickstoffreiche und mäßig trockene bis frische Standorte in vollsonnigen bis licht halbschattigen Lagen.



Gemeiner Odermennig auf einer extensiven Schafweide. Im Hintergrund sieht man die rosa Blütenstände des Gemeinen Dosts.

Agrimonia eupatoria ist eine Charakterart der Hügelklee-Odermenning-Säume an extensiv beweideten oder gemähten Säumen von Kalk-Buchenwäldern. Die Art ist außerdem stetig in mesophilen Halbtrockenrasen und im Randbereich von Schlehengebüschen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (4)

Beschreibung

Der Gemeine Odermenning ist eine sommergrüne, horstige Staude. Die ährenartige Traube mit den gelben Blüten erhebt sich 60 bis 100 cm in die Höhe. Die Blütezeit ist recht ausdauernd von Mitte Juni bis Anfang September.

Im Herbst verfärbt sich das Laub orange-rot.

Verwendungshinweise

Agrimonia eupatoria ist eine schöne, subtile Ergänzung für naturnahe, einschürige Wiesen- und warme Gehölzränder.

Als Arzneipflanze kommt auch eine Verwendung in Kräuter- und Bauerngärten in Frage.



In Säumen entlang von Wegen fühlt sich die Art ebenfalls wohl. Hier blüht sie zusammen mit der Gemeinen Schafgarbe.

Kultur

Auf mäßig trockenen, durchlässigen Substraten mit nicht zu hoher Stickstoffversorgung ist die Art in Wiesengesellschaften robust und benötigt kaum gärtnerische Unterstützung.

Auf nahrhafteren Böden kann der Gemeine Odermenning recht eindrucksvolle Formate annehmen, insbesondere wenn ihm die gärtnernde Hand lästige Konkurrenten etwas vom Laibe hält.

In schattigeren Lagen ist die Art nicht allzu ausdauernd.

Sie lässt sich in nicht zu dichten Pflanzungen oder in Neuanlagen auch recht zuverlässig aus Saatgut etablieren. Sie braucht dann etwa zwei bis drei Jahre bis zur ersten Blüte.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
hell-gelb
gelb
Juli
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Afrika
befriedigend
Gering
Geselligkeit
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Steppenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Ländlicher Garten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Insektenweide
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren