Adonis vernalis / Frühlings-Adonisröschen

Adonis_vernalis_fr%c3%bchlings-adonisr%c3%b6schen_20.04.2018_2a Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Adonis vernalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Adonis vernalis: Das Frühlings-Adonisröschen hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in den osteuropäischen bis sibirischen Steppen. Es kommt aber von den süd-europäischen Gebirgsregionen bis nach Schweden sehr zerstreut in praktisch ganz Europa vor (Karte der Gesamtverbreitung).

Das Frühlings-Adonisröschen ist in Deutschland gefährdet und kommt sehr selten in stark kontinental geprägten Trockengebieten im Regenschatten von Harz, Rhön und Thüringer Wald sowie im Odertal und am Oberrhein vor. Die Harzregion ist dabei der eindeutige Verbreitungsschwerpunkt.



Jugendliches Adonis vernalis in einem mageren Halbtrockenrasen zwischen Horsten des Echten Schafschwingel.

Es besiedelt magere Steppenrasen, Trespen-Halbtrockenrasen und lichte Wintergrün-Kiefernwäldern auf basenreichen, stickstoffarmen Mergelböden.

Die Standorte sind durch süd-exponierte Hanglagen sommertrocken und sommerwarm.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (7)  Feuchte (3)  Reaktion (7)  Stickstoff (2)



Kräftiges Kulturexemplar von Adonis vermalis zusammen mit dem bläulich blühenden Anemone nemorosa 'Robinsoniana'.

Beschreibung

Adonis vernalis ist eine sommergrüne, horstige und langlebige Staude von 20 bis 40 cm Wuchshöhe. Es wird ein langsam kriechendes, sich mitunter auch verzweigendes Rhizom ausgebildet. Nennenswerte Flächenzuwächse entstehen aber nicht, da die älteren Rhizomteile absterben.

Die Art entwickelt bis 100 cm tief und weitreichende Wurzelgeflechte aus und ist dadurch geggenüber Trockenphasen unempfindlich.

Die gelben Blüten erscheinen im April/Mai zusammen mit dem Laubaustrieb. Das fein gefiederte Laub ist hellgrün. Im Herbst verfärbt es sich oftmals ansehnlich in gelblichen Nuancen.



Die Herbstfärbung setzt in trockenen Jahren schon Anfang September ein.

Verwendungshinweise

Adonis vernalis entwickelt auffällige, sehr große Blüten und ist für naturhafte Steppenpflanzungen, blütenreiche Trockenrasen und Staudensäume sowie lichte Kiefern-Steppenwäldern gut geeignet.

Die frisch-grünen, fein gefiederten Laubblätter sind im Frühling zwischen den noch braunen Steppengräsern hoffnungsvolle Frühlingsboten.

Sie ist allerdings nur für den geduldigen Gärtner geeignet, da sich der gewünschte Anblick bei der trägwüchsigen Art erst nach einigen Jahren nach und nach einstellt.



Reicher Blütenansatz kurz vor dem Aufblühen

Kultur

Auf trocken-warmen, eher mageren Kalk-Mineralböden in sonnigen Lagen ist die Art prinzipiell robust. Eine einmalig jährliche Mahd im Spätsommer zur Beseitigung verschattender Wildkräuter und zur Vermeidung von Nährstoffanreicherungen ist meist ausreichend für eine dauerhafte Bestandssicherung.

Allerdings ist es auch unter scheinbar günstigen Standortbedingungen nicht gesagt, dass sich die Exemplare befriedigend entwickeln. Mitunter lässt auch einfach nur der übermäßige Schneckenfraß die Exemplare kümmern.

Die Art entwickelt sich generell langsam und braucht Jahre, bis sie ihre tatsächliche Wuchshöhe- und -breite erreicht. In den ersten Standjahren ist ihr daher besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In Kultur empfiehlt es sich sogar, etwas stickstoffreichere Substrate zu wählen, um sichtbaren Zuwachs zu erzielen.

Adonis vernalis reagiert ungehalten auf Verpflanzung, das in leichten Böden metertiefe, weit verzweigte Wurzelwerk wird zu stark beeinträchtigt.

Die Vermehrung über Saatgut ist schwierig und wenig effektiv. Am ehesten gelingt die Keimung direkt nach der Samenreife. Aussichtsreicher ist die Abtrennung von Rhizomen nach der Blüte.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
15-30 cm Höhe
gelb
April
hellgrün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Nadelwälder
Kiefernwälder
Kiefern-Steppenwälder
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
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Steppenpflanzung
Klostergarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
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Steppen