Actinidia chinensis

Actinidia_chinensis_kiwipflanze_11 Name Chinesischer Strahlengriffel, Kiwi
Botanischer Name: Actinidia chinensis
Familie Actinidiaceae, Strahlengriffelgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Actinidia chinensis
Sorten

var. deliciosa

Beschreibung

Naturstandort von Actinidia chinensis (Kiwi): Actinidia chinensis besiedelt im südlichen und östlichen Bergregionen Chinas von den Tallagen bis in 2.600 m Höhe sonnige Waldränder, Schlagfluren und Gebüsche (Karte der Gesamtverbreitung).

Der Chinesische Strahlengriffel wächst auf nahrhaften, meist basenreicheren und mäßig trockenen bis feuchten, gut drainierten Böden.



Actinidia chinensis an einem etwas unterdimensionierten Rankzaun

Beschreibung

Actinidia chinensis ist ein sommergrüner, bis 8 m hoher, schnellwüchsig-windender Kletterstrauch. Die Blätter und Äste sind im Austrieb bronze-braun-rötlich behaart, die Blattstiele ganzjährig rot.

Die creme-weißen Blüten im Juni duften, treten aber unter dem Laubwerk kaum in Erscheinung. Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Die Blüten weiblicher Pflanzen haben mehrere, strahlenförmig angeordnete Narben, die den männlichen Blüten fehlen.

Die pelzig behaarten Kiwi-Früchte sind vielsamige Beeren und gelb- oder grünfleischig. In Mitteleuropa reifen die erst im Hochsommer angesetzten Früchte in der Regel nicht richtig aus und die Nachlagerung im Kühlhaus ist bei der Entwicklung einer angenehmen Süße ebenfalls nur bedingt erfolgreich.

Die grünfleischigen Formen werden gelegentlich als Actinidia deliciosa bezeichnet. Diese sind aber lediglich eine Varietät von Actinidia chinensis.

Verwendungshinweise

Actinidia chinensis ist eine aparte Erscheinung, die gut in asiatischen Gärten und exotischen Waldrandsituationen eingesetzt werden kann.

In repräsentativen Anlagen kann sie auch an Pergolen und zur Fassadenbegrünung eingesetzt werden.

Für die Fruchternte empfehlen sich eher kleinfruchtige Arten wie Actinidia arguta bzw. insbesondere deren mittlerweile auf hohen Fruchtertrag und hinreichende Winterhärte selektierten Hybriden. Die sogenannten Mini-Kiwis fruchten zeitiger, reifen gut aus und haben zudem schon von Natur aus einen wesentlich höheren Zuckergehalt als ihre großfrüchtigen Verwandten.



Dieses Exemplar hat es in kürzester Zeit geschafft, aus einem Kübel heraus den dritten Stock dieses Wohnhauses zu erreichen. Eine schöne Idee, im Kübel allerdings mangels ausreichender Winterhärte nicht von Dauer.

Kultur

Die Kiwi entwickelt sich an wärmebegünstigten, windgeschützten, sonnigen bis licht halbschattigen Standorten am vitalsten und ist hier nach der Etablierung sehr robust. Hier reifen auch die Früchte am ehesten zur GEnussreife heran.

Für einen Fruchtansatz ist die Bestäubung durch eine männliche Pflanze erforderlich. Diese sind interessanterweise auch geeignet, weibliche Mini-Kiwis zu befruchten.

Sorten:

  • var. deliciosa: grünfleischige Form

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Kletterpflanze
Windend
weiß
hell-gelb
Juni
dunkel-grün
ungiftig
essbar
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren