Aconitum lycoctonum / Wolfs-Eisenhut

Aconitum_lycoctonum_ssp._vulparia_fuchs-eisenhut_1060347 Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Aconitum lycoctonum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Aconitum lycoctonum: Der Wolfs-Eisenhut kommt im Prinzip in ganz Europa in den Gebirgsregionen vor, wo er von den Tallagen bis in alpine Höhen siedelt. Auf den Britischen Inseln ist er eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland bilden die nördlichen Ausläufer des Harzes die nördliche Verbreitungsgrenze. In der Schweiz ist er nahezu flächendeckend vertreten, lediglich im Mittelland fehlt er stellenweise.

Aconitum lycoctonum bevorzugt kühl-feuchte, ausgeprägt stickstoffreiche und meist basenreiche Laubmischwälder.

Die Hauptvorkommen liegen in montanen bis alpinen Hochstaudenfluren und in tieferen Lagen überwiegend in schattigeren Schluchtwäldern, in feuchte Ausprägungen von Buchenwäldern und in Hartholz-Auwäldern.



Aconitum lycoctonum zusammen mit Aruncus dioicus in der Partnachklamm.

Beschreibung: Aconitum lycoctonum ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht je nach Stickstoffreichtum des Substrates Wuchshöhen von  60 bis 120 (150) cm. Der Wuchs ist sehr locker und sparrig.

Die schwefel-gelben Blütenstände erscheinen je nach Höhenstufe von Mitte Juni bis Mitte August.

Die ganze Pflanze ist stark giftig und kann zum Tode durch Atemlähmung führen. Sowohl der botanische Artname als auch viele deutsche Trivialnamen lassen vermuten, dass die Pflanze zur Vergiftung von Wölfen eingesetzt wurde. Schon der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann unangenehme Reaktionen hervorrufen.



Im Alpinarium bieten sich die etwas sonnenabgewandten Bereiche an, in denen sich auch die Feuchtigkeit im Substrat länger hält.

Verwendungshinweise: Der Wolfs-Eisenhut kann ergänzend in naturhaften Waldsituationen und schattigeren Partien von Alpinarien eingesetzt werden. In Verbindung mit höheren Waldgräsern und Waldstauden relativiert sich sein etwas sparriger Wuchs und die hellen Blüten setzen interessante Aspekte in lichten Schattenbereichen.

Soll er sonniger verwendet werden, darf die Wärmeentwicklung nicht zu groß werden und v.a. muss eine dauerhaft gute Wasserversorgung gewährleistet sein. Dann lässt er sich auch gut im naturhaften Staudenbeet zusammen mit Partnern der Gebirgs-Staudenfluren wie dem Grauen Alpendost (Adenostyles alliaria), Blauem Eisenhut (Aconitum napellus), der kaum gehandelten wildform des Hohen Rittersporns (Delphinium elatum), Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina), Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) oder der Akeleiblättrigen Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium) vergesellschaften.



Aconitum lycoctonum ssp. vulparia unterscheidet sich unter gärtnerischen Gesichtspunkten nicht weiter von der Stammform.

Kultur: Auf nahrhaften, gut wasserversorgten und gleichzeitig nicht staufeuchten Böden in halbschattigen bis licht schattigen Lagen ist die Art robust und benötigt nach der Etablierung kaum gärtnerische Unterstützung.

Trockenstress und übermäßig warme Standorte sind ungeeignet.



In einer Mischpflanzung würde der etwas unordentliche Habitus des Wolfs-Eisenhuts weniger auffallen.

Sorten:
  • Ivorine: kompakte Form, 50-70 cm hoch, blassgelbe Blüte (kaum im Handel)
  • ssp. septentrionale: Unterart aus Skandinavien mit blass violett-blauen Blüten (kaum im Handel)

Bilder





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ssp. vulparia


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ssp. vulparia

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
hell-gelb
gelb
Juli
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
tödlich
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
mittlere Böden
reiche Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Feuchtgebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Auwälder
Blockschutthalden-Wälder
Waldgarten
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren