Acanthus hungaricus // Akanthus, Balkan-Bärenklau

Familie Acanthaceae, Akanthusgewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Acanthus hungaricus

Der Balkan-Bärenklau ist von Griechenland bis Rumänien und in Dalmatien verbreitet.

Acanthus hungaricus besiedelt halbschattige bis licht absonnige Gehölzränder lichte Wälder und Waldlichtungen sowie Bachufer.

Er bevorzugt nährstoff- und basenreiche, gut wasserversorgte aber durchlässige Böden.



Sehr typisch entwickelter Balkan-Bärenklau

Beschreibung
Acanthus hungaricus ist eine sommergrüne, horstige Staude von bis zu 100 cm Wuchshöhe. An älteren Exemplaren können die Blütenstände auch über 150 cm Höhe erreichen. Auf guten Standorten gehen die Horste durch kurze Ausläufer dominant in die Breite und dulden nur kräftige Hochstauden in ihrer unmittelbaren Nähe.

Der Balkan-Bärenklau bildet große, gelappte Blätter mit hellen Blattadern. Die markanten, blass-violett-rosa Blütenstände erscheinen im Juli/August. Die Samenstände sind bis in den Winter hinein strukturstark.



Auf sommertrockenen Standorten vergeht das Laub schon während der Blüte, treibt oft aber im Herbst wieder aus.

Die Blätter ziehen erst nach den ersten kräftigen Frösten unterhalb von -5 Grad ein. Im Tiefland an sehr geschützten Stellen kommt es vor, dass sie sogar grün durch den Winter kommen.

Auf guten, konkurrenzarmen Standorten beanspruchen die Stauden schon am Ende des ersten Standjahrs über 0,5 m² Platz.

Sehr ähnlich ist der Weiche Akanthus (Acanthus mollis), der allerdings etwas weniger winterhart und weniger blühfreudig ist. Der ebenfalls ähnliche Dornige Akanthus (Acanthus spinosus) unterscheidet sich durch tiefer eingeschnittene, stachelige Blätter und bevorzugt sonnige, mäßig trockene Standorte.

Verwendungshinweise
Der Balkan-Bärenklau ist eine strukturstarke Staude mit ornamentalen Blütenständen und Blattschmuck.

Sie kann sehr gut in gepflegten und mediterranen Gärten, repräsentativen Anlagen, an Brunnen und künstlichen Wasserbassins und großen Pflanzgefäßen eingesetzt werden (dann frostfreie Überwinterung).

Bei heller, frostfreier Überwinterung und fortgesetzter Wassergabe bleibt der Akanthus über den Winter grün.



Die Samenstände sind Zeugnisse eines gewaltigen Blühereignisses.

Kultur
In Mitteleuropa entwickelt sich die Art in licht halbschattigen, wärmebegünstigten Standorten am überzeugendsten. Sommerliche Mittagssonne verursacht zumindest im ersten Standjahr auch auf feuchten Substraten Stress und die Pflanzen lassen hier über die Mittagszeit oft die Blätter schlaff werden.

Sie liebt dauerhaft frische, tiefgründig-nahrhafte Böden und ist ausreichend winterhart. Staunässe stört im Sommerhalbjahr zwar nicht, sollte aber dennoch vermieden werden, weil sie im Winter zu Ausfällen führen kann.

An sommertrockenen Standorten zieht Acanthus hungaricus teilweise noch während der Blüte die Blätter ein und wird dann unansehnlich.

Um regelmäßig zur Blüte zu gelangen, sind neben wärmebegünstigten Standorten jährliche Düngergaben erforderlich.



Das stark eingeschnittene Laub und die angedeuteten "Stacheln" lassen hier auf eine Hybridform mit Acanthus spinosus schließen.

Sorten:
  • Alex: kompaktere, nur bis 50 cm hohe Wuchsform
  • Bilder






























    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    60-100 cm Höhe
    rosa
    bräunlich/schwarz
    rosé-weiß
    Juli
    August
    dunkel-grün
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    sommertrocken
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    subtropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    mediterraner Schwerpunkt
    Hügelland (collin)
    sehr gut
    Mittel
    strukturbildender Solitär
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    für Pflanzgefäße geeignet
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Insektenweide
    Hauptsortiment
    sommergrün
    winter-/immergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren